Mag. Christopher Badalec

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Mag. Christopher Badalec

Mag. Christopher Badalec ist Rechtsanwalt bei Gerlach Rechtsanwälte in Wien und hat sich dem Arbeitsrecht samt angrenzenden Materien verschrieben. Neben der Beratung von Klient:innen (sowohl Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen als auch Betriebsratskörperschaften) liegt sein Tätigkeitsschwerpunkt auch in der Prozessführung vor Zivil- und Verwaltungsgerichten. Daneben ist er laufend als Autor von Fachbeiträgen sowie als Vortragender tätig. Er ist Betreiber des Portals www.arbeitsrecht-aktuell.at.


Beiträge von Mag. Christopher Badalec

OGH: Diskriminierung bei Beförderung wegen Krankenständen?

Der OGH weist in 8 ObA 42/25x die Revision eines Wiener Vertragsbediensteten zurück, dessen Beförderung unter Hinweis auf überdurchschnittliche Krankenstände abgelehnt worden war. Zwei Punkte machen die Entscheidung über den Einzelfall hinaus relevant: Die Rechtsprechung zur mittelbaren Diskriminierung durch undifferenzierte Krankenstandsbetrachtung wird ohne Weiteres auf Beförderungen erstreckt, und die Anforderungen an die Behauptungslast iZm Behinderungen im arbeitsgerichtlichen Verfahren werden konkretisiert.

Die Entgelttransparenzrichtlinie: Was Arbeitgeber (schon jetzt) beachten müssen

Die Entgelttransparenzrichtlinie bringt für Arbeitgeber in Österreich tiefgreifende Änderungen bei Gehaltsstrukturen, Recruiting, Auskunftspflichten und Dokumentation. Dieser Überblick zeigt, welche Vorgaben der EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz schon jetzt relevant sind, welche Risiken bei Entgeltdiskriminierung drohen und wie sich Unternehmen rechtzeitig auf die Umsetzung vorbereiten sollten.

Der allgemeine Kündigungsschutz: Sozialwidrigkeit aus Arbeitgebersicht

Wer eine Kündigung plant, muss nicht nur die Fristen kennen – in bestimmten Fällen entscheiden vor allem die Anforderungen an die soziale Rechtfertigung über Bestand oder Nichtbestand der Kündigung. Ein Überblick über den allgemeinen Kündigungsschutz des § 105 ArbVG aus Sicht der Sozialwidrigkeit.

OGH: Arbeitsvertrag mit ausländischem Recht – Ermittlungspflicht bei belarussischem Recht

Der OGH hebt die Entscheidungen der Vorinstanzen auf, da das belarussische Recht nicht ausreichend ermittelt wurde. Die Frage, ob ein Arbeitsvertrag danach zustande kam, bleibt offen. Interessant ist aber die in der Praxis immer wieder vergessene Möglichkeit, dass öst. Gerichte in bestimmten Konstellationen ausländisches Recht anzuwenden haben.

OGH: Herausgabe von Arbeitnehmerkontaktdaten an den Betriebsrat

Der OGH entscheidet in 6 ObA 2/23x, dass ein Betriebsrat unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Herausgabe der E-Mail-Adressen der Arbeitnehmer hat. Die Übermittlung von Telefonnummern ist hingegen nicht zwingend erforderlich.

OGH zu Gehaltsumwandlung: Dienstrad-Leasing-Klausel unwirksam

Der OGH bestätigt die Nichtigkeit einer Klausel in einer Zusatzvereinbarung zum Arbeitsvertrag, die Arbeitnehmern nach Beendigung eines befristeten Vertrags mit Wiedereinstellungszusage die Zahlung von Leasingraten für ein Dienstrad auferlegt. Die Entscheidung unterstreicht die Grenzen der Gehaltsumwandlung und die Reichweite der Inhaltskontrolle nach § 879 Abs 3 ABGB im Arbeitsverhältnis.

OGH: Verlust von Insolvenz-Ausfallgeld bei zu hohen Lohnrückständen

Der OGH bestätigte die Zurückweisung einer außerordentlichen Revision im Zusammenhang mit Insolvenz-Ausfallgeld. Entscheidend war die Frage, ob ein Arbeitnehmer, der trotz ausbleibender Lohnzahlungen im Unternehmen verblieb, einen Fremdvergleich besteht. Die Entscheidung unterstreicht die Grenzen des Anspruchs auf Insolvenz-Ausfallgeld.

OGH: Sittenwidrige Kündigungsbeschränkung durch Provisionsakonti

Der OGH bestätigt: Eine Vertragsgestaltung, die Arbeitnehmer durch hohe Rückzahlungsverpflichtungen bei Provisionsakonti faktisch an den Arbeitgeber bindet, kann sittenwidrig sein. Die Entscheidung unterstreicht die Grenzen der Kündigungsfreiheit im Arbeitsrecht.

OGH: Abgrenzung Arbeitsvertrag und freier Dienstvertrag

Der OGH bestätigt in seiner Entscheidung 8 ObA 2/26s die Abgrenzung zwischen Arbeitsvertrag und freiem Dienstvertrag. Eine Radiologin scheiterte mit ihrer Klage auf Feststellung eines Dienstverhältnisses, da die persönliche Abhängigkeit fehlte. Die Entscheidung unterstreicht die Bedeutung der Gesamtbetrachtung aller Umstände.